Fachverkäufer Lebensmittel SP Bäckerei

Fachverkäufer für Lebensmittel - Schwerpunkt Bäckerei

1. Berufsbild des Fachverkäufers / -rin

Die Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk, sei es nun im Bäckerei-Fachgeschäft oder Konditorei-Fachgeschäft, schlägt die Brücke zur Kundschaft. Liebevoll und sachverständig vermittelt sie hinter der Theke und ist das "Aushängeschild" eines jeden Backbetriebes. In diesem Beruf fühlen sich kontaktfreudige Menschen wohl, die den Kunden in das Zentrum ihres Interesses stellen. Freude am Verkaufen, ein freundliches Wesen und selbstsicheres Auftreten sind erforderlich. Zudem sollten Menschen im Verkauf weitere Eigenschaften mitbringen wie schnelle Auffassungsgabe, gepflegte Erscheinung, geschickte Hände.  Überschlägiges Rechnen muss beherrscht werden.

Vorbildung
Eine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung ist nicht vorgeschrieben. Die überwiegende Anzahl der Betriebe stellt jedoch nur Auszubildende mit einem Schulabschluss ein. Der Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschule) sind wünschenswert, aber auch Auszubildende mit Abitur sind gern gesehen und können mit einer verkürzten Ausbildungszeit rechnen.

Einsatzgebiete
In den zahlreichen Handwerksbäckereien sowie in Großbäckereien bleibt der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften auch in Krisenzeiten relativ konstant.

2. Dauer der Ausbildung zum Fachverkäufer / -rin

Die Ausbildung dauert drei Jahre.Unter folgenden Voraussetzungen kann zu Beginn der Lehre eine Lehrzeitverkürzung mit dem Ausbilder vereinbart werden:

Vorbildung / Lehrzeitverkürzung
  - abgeschlossene Lehre in einem Nahrungsberuf ( bis 1 Jahr )
  - erfolgreicher Abschluss der Berufsfachschule ( bis 1 Jahr )
  - Abitur ( bis 1 Jahr )
  - Fachhochschulreife (bis 1 Jahr )
  - Alter über 21 ( bis 1 Jahr )
  - Mittlere Reife (Fachschulreife) ( bis ½ Jahr )

Ausbildung und Ausbildungsdauer in Betrieb und Berufsschule 

Die Berufsausbildung erfolgt im Dualen System, d.h. in Betrieb und Schule.

Betrieb:
Die betriebliche Ausbildung erfolgt in Meisterbetrieben. In den Lehrbetrieben werden hauptsächlich praktische Fertigkeiten vermittelt. Zusätzlich finden im 2. und  3. Ausbildungsjahr überbetriebliche Ausbildungs-Lehrgänge statt. Sie sind nicht verpflichtend.

Schule:
Die schulische Ausbildung erfolgt in der Berufsschule im Teilzeitunterricht. Hier werden theoretische Kenntnisse vermittelt, die durch praktische Versuche, Übungen und Demonstrationen vertieft werden.

Die Ausbildungszeit dauert in der Regel 3 Jahre (6 Schul-Halbjahre).
Eine Lehrzeitverkürzung von 6 Monaten ist bei sehr guten schulischen Leistungen bzw. guten Ergebnissen in der Zwischenprüfung möglich.

3.Prüfungen zum Fachverkäufer / -rin

1. Zwischenprüfung des Handwerks
Zeitpunkt: im 4. Ausbildungshalbjahr
Umfang: Technologische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten
Ziel:  Zwischenprüfungszeugnis.

2. Fachverkäuferinnenprüfung des Handwerks
Mindestvoraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung:
  - Zurücklegung der Ausbildungszeit
  - Teilnahme an der Zwischenprüfung
  - Teilnahme an den überbetrieblichen Ausbildungslehrgängen
  - Führung des vorgeschriebenen Berichtsheftes/Ausbildungsnachweises
Zeitpunkt: am Ende des 6. Ausbildungshalbjahres:
                 - Sommerprüfung  (Ende des  6. Halbjahres)
                 - Winterprüfung (im Januar) - Lehrzeitbeginn nach dem 15.10
Umfang: - theoretische Kenntnisse (Kenntnisprüfung KP) werden als Kenntnisnote aus
                der Schulabschlussprüfung übernommen
             - gerprüft werden praktische Fertigkeiten (Fachparaxis FP)
Ziel: Fachverkäuferinnenbrief

4. Berufsschule

Erster Schultag:
Der erste Schultag für alle Schüler im neuen Schuljahr wird den Ausbildungsbetrieben in der letzten Ferienwoche der Sommerferien mitgeteilt.
Mitzubringende Unterlagen zum Einschulungstag (es ist bereits ein vollständiger Schultag) sind:

  - soweit schon vorhanden der Lehrvertrag
  - Zeugnis mit zuletzt erworbenem allgemeinen Schulabschluss ( HA, Sek1…)
  - übliches Schreibmaterial

Unterricht - Fachtheorie

BÄCKER, FACHVERKÄUFERINNEN
Grundstufe (1. Ausbildungsjahr)

  • Unterricht nach Lernfeldern Berufstheorie Lernfeld 1-4:
  • Unterweisung einer neuen Mitarbeiterin/ eines neuen Mitarbeiters
  • Herstellen einfacher Teige/ Massen
  • Gestalten, Werben, Beraten und Verkaufen
  • Herstellen von Feinen Backwaren aus Teigen

FACHVERKÄUFERINNEN
Fachstufe I und II (2. und 3. Ausbildungsjahr)

2. Ausbildungsjahr:

  • Unterricht nach Lernfeldern Berufstheorie Lernfeld 5-8:
  • Verkauf aktiv gestalten
  • Waren kundenorientiert verkaufen
  • Speisen herstellen und anrichten
  • Produkte verkaufsfördernd präsentieren

3. Ausbildungsjahr:

  • Unterricht nach Lernfeldern Berufstheorie Lernfeld 9-13:
  • Besondere Verkaufssituationen gestalten
  • Waren fachlich fundiert verkaufen
  • Gerichte herstellen und anrichten
  • Gerichte und Getränke präsentieren und servieren
  • Umsatz und Kundenbindung durch Verkaufsaktionen

 

5. Berufsmöglichkeiten  

  • Tätigkeit als Fachverkäufer/in in Bäckereien, Konditoreien und Cafes
  • Weiterbildung durch Seminare, Kurse und Fachschulen zum/zur Filial-Leiter/in oder Erst-Verkäufer/in
  • Ausbildung zur Verkaufsleiterin
  • Zweitausbildung zum Bäcker oder Konditor mit Anerkennung des ersten Ausbildungsjahres
  • nach entsprechender Berufspraxis durch Weiterbildung bzw. Studium:
    • staatl. geprüfter/geprüfte Betriebswirt/in
    • Werbefachwirt/in
    • Handelsfachwirt/in
    • Techniker/in in der Fachrichtung Lebensmittelverarbeitungstechnik

Die hauptsächlichen Tätigkeiten der Fachverkäufer/innen:

  • Verkauf der direkt im Betrieb hergestellten Erzeugnisse und der bereitgestellten Handelswaren
  • Die fach- und sachgerechte Kundenberatung
  • Der Einsatz werbetechnischer Maßnahmen, z.B. Schaufenstergestaltung, Angebots- und Preisschildgestaltung
  • Dekorative Warenpräsentation und Anfertigung von Geschenkverpackungen
  • Wartung und Pflege von Verkaufsraum und Einrichtungen

Die Auszubildenden sind in den Ferienzeiten in ihren Ausbildungsbetrieben. Ihnen steht nur der gesetzliche Jahresurlaub zu. Dieser Urlaub ist für die Auszubildenden nach Möglichkeit so zu legen, dass er in die Ferienzeiten fällt.

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